Geschichte (1948 bis 1989)

1948

Am 28. Feburar findet unter dem Präsidium von Arnold Meyer im Gasthaus "Krone" die Gründungsversammlung statt. Die anwesenden 15 Personen diskutieren vor allem, wie den Pistolen- und Revolverschützen die Möglichkeit geboten werden kann, in Grosswangen die ausserdienstliche Dienstpflicht erfüllen zu können. Die beiden Delegierten der Kleinkaliberschützen und der Feldschützengesellschaft erklären, dass

ihre Vereine der Gründung nicht im Wege stehen würden. Es wird bereits darauf hingewiesen, dass Franz Häfliger, Roth, seine Kiesgrube Rothegg sehr wahrscheinlich als Schiessplatz zur Verfügung stellen werde. Schliesslich wird einstimmig beschlossen, eine Pistolen und Revolver-Sektion zu gründen. Auch der Vorstand wird einstimmig gewählt. Es sind dies:

 

 

Präsident Dr. iur. Hans Fischer
Vizepräsident Siegfried Amrein

1. Schützenmeister

Siegfried Amrein

2. Schützenmeister

Josef Boog

Aktuar

Richard Grunder

Kassier

Emil Kumschick

Materialverwalter

August Jund

Beisitzer

Walter Niederhauser

 

Der Eintritt wird auf Fr. 2.– und der Jahresbeitrag auf Fr. 5.– festgelegt.

 

Die erste Vereinsversammlung findet am 25. März im Gasthof "Ochsen" statt. Dabei wird der Beitritt zum Kant.- und Eidg. Schützenverein beschlossen. Eine Angliederung an die Feldschützengesellschaft hingegen wird abgelehnt. Die Statuten werden durchberaten und genehmigt. Die redaktionelle Ausarbeitung wird dem Vorstand überlassen.

Wie Dr. Hans Fischer orientiert, hat der Schiessoffi zier Hans Pfäffli, Hergiswil, die Schiessplatzanlage Rothegg als Provisorium toleriert. Josef Boog (Ortspolizist) stellt sich für Schiessübungen zur Verfügung. Die Waffen von ihm und von Dr. Hans Fischer dürfen benutzt werden. August Jund wird die Pistolen pflegen und reinigen. Als Rechnungsrevisoren werden Josef Stirnimann und Hans Gut gewählt. Die Versammlung

ist von 15 Mitgliedern besucht.


1949

Beschluss über die Erstellung eines Schiessstandes. Josef Fischer, Mühle, erbaut dieses Schützenhaus. Er verlangt eine Verzinsung von 4%. Viele Fronarbeiten werden geleistet und drei Steckscheiben eingerichtet. Die jährliche Platzmiete an Franz Häfliger beträgt Fr. 30.–.


1955

Zum ersten Mal nimmt die Pistolensektion an einem Kant. Schützenfest in Schüpfheim teil. Im gleichen Jahr wird das Einzelwettschiessen ins Programm aufgenommen.


1956

Grosswangen organisiert erstmals das Feldwettschiessen.


1957

Josef Stirnimann, Posthalter, wird Schweizermeister bei der PTT-Pistolenmeisterschaft. Franz Häfliger, Roth, erklärt sich bereit, für den Schiessplatz Rothegg ein Baurecht einzuräumen.


1958

Der Jahresbeitrag wird von Fr. 5.– auf Fr. 6.– erhöht. Einzelwettschiessen und Gruppenmeisterschaft werden ins Jahresprogramm aufgenommen. Teilnahme am Eidg. Schützenfest in Biel. Als Auszeichnung erhält der Verein einen Lorbeerkranz mit Plakette.


1959

Es wird beschlossen, eine Scheibenanlage mit sechs Zugscheiben, eine Signalanlage und ein Telefon einzurichten. Die Kosten kommen auf ca. Fr. 10‘000.– zu stehen. Die Finanzierung erfolgt durch Anteilscheine zu Fr. 50.– sowie durch Beiträge der Gemeinde, des Sport-Totos und verschiedener Gönner. Von 20 Personen wurden 454 Stunden Fronarbeit geleistet.


1960

Josef Stirnimann, Posthalter, wird zum ersten Ehrenmitglied ernannt. Es wird beschlossen, ein Schützenhaus zu bauen und anschliessend ein Schützenfest durchzuführen. Erstmals wird ein Kilbi-Schiessen mit Sau-Stich und ein St. Niklaus-Schiessen durchgeführt.


1961

Einstimmiger Beschluss, ein Schützenhaus in Holz zu erbauen.


1962

Grosse Sammelaktion für das Schützenhaus. Am 8. November Fahnenweihe: Als Fahnenpaar amten Louise Schwegler und Jakob Schaller.


1963

An der Jahresmeisterschaft werden zum ersten Mal drei Becher abgegeben.


1965

Erstmals wird an der Generalversammlung ein Imbiss serviert.


1966

Josef Stirnimann wird zum Ehrenpräsidenten ernannt.


1968

Auf Antrag des Präsidenten Josef Schwegler beschliesst die Generalversammlung,

ein Schützenfest durchzuführen. Der Schiessanlass wird als Rottal-Schiessen bezeichnet. Als OK-Präsident stellt sich Dr. Hans Fischer zur Verfügung. Der Jahresbeitrag wird auf Fr. 8.– erhöht. 

Erstmalige Teilnahme mit acht Schützen am Morgartenschiessen.


1969

Am 7./8. Juni wird das Rottal-Schiessen durchgeführt. Es werden zwei Stiche angeboten: Sektionswettkampf und Auszahlungsstich. Es nehmen 24 Sektionen teil. Die Schützengesellschaft Luzern gewinnt das Schiessen mit einem Sektionsdurchschnitt von 97.03 Punkten.


1970

Erstmals wird ein Nachtschiessen durchgeführt.


1971

Die Sektion nimmt am Nidwaldner Kantonalen Schützenfest in Beckenried teil. Dieses Schützenfest war mit einem zweitägigen Ausflug auf die Klewenalp verbunden, zu dem auch die Partnerinnen eingeladen waren.


1972

Auf Anregung von Dr. Franz Wicki wird der Beschluss gefasst, sechs Laufscheiben anzuschaffen. Die Kosten der Laufscheibenanlage beliefen sich auf Fr. 15‘262.70.


1973

Der Jahresbeitrag wird auf Fr. 10.– erhöht. Am 18. Januar findet die Jubiläumsgeneralversammlung 25 Jahre Pistolensektion Grosswangen und Umgebung statt. Es gingen Gaben im Betrag von Fr. 5‘800.25 für die Laufscheibenanlage ein. 232 Stunden Fronarbeiten wurden geleistet.


1974

Am 14./15./16. Juni wird ein Standeinweihungs-Schiessen durchgeführt. Als OK-Präsident amtet Josef Schwegler. Der Wettkampf besteht aus zwei Stichen: Sektionswettkampf und Auszahlungsstich.


1975

Unsere Sektion nimmt am Kant. Schützenfest in Willisau teil und steigt in die 3. Kategorie auf.


1976

Erstes Cup-Schiessen. Da Marie Meyer einen Wanderpreis spendet, wird dieser Cup "Marie Meyer-Cup" genannt.


1977

Der Schützenstubenneubau wird einstimmig beschlossen. Die Kosten betragen ca. Fr. 12‘000.–. 23 Personen spendeten Gaben und sehr viele Schützenfreunde leisteten hunderte von Fronarbeitsstunden.


1978

Am 19./20./21. Mai wird ein Jubiläumsschiessen durchgeführt. Einstimmig wird Josef Schwegler zum OK-Präsident gewählt. Der Wettkampf besteht aus zwei Stichen. Sektionswettkampf und Auszahlungsstich. Das Jubiläumsschiessen war ein grosser Erfolg. Über 500 Schützen schossen die beiden Stiche.


1979

Teilnahme am Eidg. Schützenfest in Luzern sowie am Gessler-Schiessen in Küssnacht.


1980

Der Jahresbeitrag wird von Fr. 10.– auf Fr. 15.– erhöht.


1981

Im Schützenhaus wird an Decke und Wänden eine SchallIsolation angebracht. Spannferkel-Essen im Schützenhaus.


1982

Der Jahresbeitrag wird von Fr. 15.– auf Fr. 20.– erhöht. Das Freundschaftsschiessen

zwischen Hitzkirch, Hochdorf und Grosswangen wird reglementarisch festgelegt und erstmals durchgeführt. Erstmals im Programm ist das Freundschaftsschiessen mit dem Luftpistolenklub Ruswil.


1983

Die Pistolensektion hat einen Mitgliederbestand von 56 Schützen. Die Sektion steigt in die 2. Kategorie auf. Teilnahme am Kant. Schützenfest in Sarnen mit Ausflug nach Lungern-Schönbühl.


1984

Unsere Schützen beteiligen sich am Urner Kantonalschützenfest in Altdorf.


1985

An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 13. September werden die Grundbuchrechtlichen Eintragungen betreffend Fahrweg Bau- und Überschiessrecht genehmigt. Nun kann der Ausbau des Schützenhauses vorangetrieben werden. Der Anbau ohne den Eigenleistungen und ohne 25m-Anlage kommt auf ca. Fr. 17‘000.–. Der

Anbau wird beschlossen.


1986

Wehrmänner mit gewissen Funktionen in der Armee können ihr Sturmgewehr gegen eine Pistole umtauschen, wenn sie von einer Pistolensektion ausgebildet werden. Es haben sich 14 Wehrmänner angemeldet. Diese werden als Anwärter aufgenommen und ausgebildet.

Am 6. September findet die Aufrichtefeier des Schützenhausanbaus statt.


1987

Die Generalversammlung beschliesst, 1988 ein Jubiläumsschiessen mit Fahnen- und Standartenweihe durchzuführen. Als Fahnenpaten haben sich Rosalie Meyer-Christen und Josef Schwegler-Lütolf zur Verfügung gestellt und als Standartenpaten Lisbeth Kunz-Betschart und Tony Wiederkehr-Achermann. Als OK-Präsident kann Architekt

Jules Hunkeler gewonnen werden. Im weiteren wird beschlossen, eine 25m-Anlage zu erstellen. Das Bauvorhaben kommt auf Fr. 22‘500.– zu stehen.


1988

Am 15. Januar wird im "Ochsen" die Jubiläumsgeneralversammlung durchgeführt.


1989

Nach dem anstrengenden Vereinsjahr 1988 mit dem grossen Jubiläumsfest verläuft das Jahr eher ruhig. Der Besuch des Morgarten-Schiessens wird trotz des höheren Preises beibehalten.